
Deutschland, 16.11.2024 nach Christus
"Sexualisierte Gewalt ist nicht nur Chefsache."
Es ist unglaublich, dass Frauen heute immer noch am Arbeitsplatz sexualisierte Gewalt erleben müssen. In sehr vielen Fällen nutzen männliche Vorgesetzte in Betrieben ihre Machtposition schamlos aus, um weibliches Personal während der Arbeit zu "begrabschen". Viele männliche Vorgesetzte sehen sich dabei gerne in der Rolle des "starken Mannes", der in der Firma scheinbar alles darf. Nach seinem Macho-Verständnis gehört auch das Grabschen dazu, das die verunsicherten Frauen als zufällige Berührungen oder sogar freundschaftliche Gesten verstehen sollen. Diese Strategie hat aber Methode. Und die ist strafbar.
"Wer Frauen gegen ihren Willen unsittlich berührt,
ist nicht nur ein bösartiger Grabscher,
sondern ein
Verbrecher."
"Kolleginnen sind oftmals Lust-Objekte."
Sexualisierte Gewalt passiert in allen Strukturen und kann Dir täglich an jedem Arbeitsplatz passieren. Es gibt keine typischen Berufsgruppen, in der eine Häufigkeit solcher Verbrechen auffällig ist. Die frauenfeindlichen Täter sind aber nicht immer die Chefs selbst, sondern oftmals auch gefrustete Abteilungsleiter, Meister oder Sachbearbeiter, selbst der Auszubildende oder der Lagerarbeiter kann zum Täter werden. Alle Frauen müssen verstehen, dass jede ungewollte Handlung gegen ihre Person und ihre sexuelle Selbstbestimmung zur Strafanzeige gebracht werden muss, sonst werden diese Verbrecher niemals damit aufhören.
"Bundeswehr & Pfadfinder melden sexuelle Übergriffe."
Die ersten Meldungen über sexuelle Belästigungen von Soldatinnen kamen 2014. Jede zweite Frau soll bei der Bundeswehr "zu mindest" sexuell belästigt worden sein, so die ersten traurigen Zahlen. Wer früher seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr geleistet hat, der weiß, was bei der Bundeswehr oftmals "abgeht". Der Leistungsdruck war auch früher schon unter Männern sehr hoch. Wenn aber nun auch noch Frauen ins Soldaten-Team kommen, werden die Karten neu gemischt.
Während der Dienstzeiten ist der Leistungsdruck für Frauen besonders hoch, den die meisten Frauen im Vergleich zu Männern oftmals nicht gewachsen sind. Und wenn der 20 Kilometermarsch von einer Gruppe nicht im Zeitlimit liegt, nur weil eine Frau eine eher schlechte Leistung abgeliefert hat, dann ist der erste Männerfrust nicht weit weg. Wenn dann noch der regelmäßige, abendliche Alkohol beim Kickern, Billardspielen oder auf den Stuben der Soldatinnen und Soldaten fließt, kann es schnell passieren, dass ein psychisch instabiler Soldat sexuell übergriffig wird. Solche Szenarien sind leider in vielen Kasernen in Deutschland passiert. Und sie passieren immer noch. Jeden Tag.
Das ist nicht nur ein sehr schlechtes Männerbild für Deutschland, sondern auch ein sehr schlechtes Bild aller deutschen Soldaten in der Welt. Ähnlich sieht es leider auch bei den deutschen Pfadfindern aus. Dort gibt es erste Studien, dass es bei den deutschen Pfadfindern seit vielen Jahren sexualisierte Gewalt gibt. WIe in vielen Einrichtungen der Katholischen Kirchen könnten auch hier die veröffentlichten Zahlen erst der Anfang allen Übels sein. Was sind das für böse "Männer", die in einer eigenen, kranken Männerwelt leben und in dieser perfiden Welt Zusammenhalt und Freundschat in sozialen Einrichtungen einfordern? Jahrzehntelang hat keiner etwas bemerkt? Komisch.
"Beam me up, Scotty."

"Ein aufrichtiger Mann wird niemals eine Frau begrabschen,
sowas Böses machen nur respektlose Kerle."
Monika & Volker * NGO 7world





