Deutschland, 29.08.2026 nach Christus

"Wir haben Rassismus live erlebt."

Warum gibt es in Deutschland ständig diese dümmlichen Debatten über ein Kopftuchverbot bei Muslimas? Hat Deutschland nicht genug gesellschaftliche Baustellen? Deutschland 2027 steuert ungebremst in den gesellschaftlichen Klimawandel. Um davon abzulenken, braucht Deutschland immer wieder ein neues Feindbild. Jetzt sind es die Kopftücher der Muslima. Warum? Hatten wir nicht alle selbst früher in den 60er und 70er Jahren Großmütter, die Kittelschürzen und Kopftücher trugen? Das war okay? Der Autor dieses Berichtes ist selbst Muslim und hat Rassismus bei einer netten Familie in seinem Wohnumfeld selbst miterlebt. Leider.

"Rassisten mobbten Flüchtlings-Ehepaar weg."

Wir haben Rassismus monatelang live erlebt: Die Flüchtlingskrise nahm ihren Lauf, Deutschland wollte den Zuzug von Asylanten, aber nur wenige Asylanten bekamen von sozialdenkenden Menschen bezahlbaren Wohnraum. Ein sehr nettes kurdisches Ehepaar aus dem Orient hatte es endlich geschafft, in unserer Wohnanlage ein bezahlbares, möbliertes Appartement zu ihrem Zuhause zu machen. Sie waren stolz darauf, sie machten Sprachkurse und suchten im Ort nach Arbeit.

Die netten Asylanten wohnten direkt schräg gegenüber unserer Wohnung. Das Ehepaar grüßte meine Frau und mich regelmäßig, sie grüßten etwas schüchtern, aber sie waren immer sehr nett. Nach einigen Wochen hielt ich ihnen irgendwann mal die Haustüre auf, als sie mit zwei Einkaufstaschen bepackt noch ungefähr 20 Meter vom Eingang entfernt waren. Sie wurden beim Laufen immer schneller, weshalb ich grinsend sagte, dass sie "slow motion" machen sollten, also "ganz ruhig" laufen sollen. Etwas schüchtern bedankten sie sich für meine Geste.

"Die Menschen mögen uns hier nicht."

Ich fragte sie, ob sie die deutsche Sprache schon verstehen oder ob sie Englisch sprechen. Sie erzählten mir auf Englisch, dass sie erst die deutsche Sprache lernen müssen, denn sie haben erst wenig Sprachunterricht in den Auffanglagern bekommen, aus denen sie kamen. Aber sie sprachen beide perfekt Englisch. Sie erklärten mir, dass sie sich auf dieses Appartement sehr gefreut haben und nun beide eine Arbeit suchen. Die Gastronomie wollten sie als Sprungbrett in Laboe nehmen.

Ich fragte sie während des Gesprächs, ob sie sich hier in Laboe wohl fühlen, ob sie hier schon mental angekommen sind. Dann änderte sich der Blick der Frau, sie wirkte etwas verstört, ihr Mann wirkte trotzdem eher gefasst. Er übernahm das Gespräch mit den Worten: "Die Menschen mögen uns hier nicht."- Ich fragte, wie ich das denn bitte verstehen solle? Er sagte mit trauriger Stimme, dass sie hier keiner im Haus grüßet, alle schauen einfach weg, keiner würde mit ihnen sprechen, alle schauen sie nur mit abwertenden Blicken an. "Rassismus pur."

"Viel Leid erlebt, jetzt deutsche Ablehnung."

Dieser Satz des Mannes hatte mich echt getroffen, ich weiß noch genau, wie ich mich danach gefühlt hatte. Es muss eine schlimme Erfahrung für dieses tolle Ehepaar gewesen sein. Sie kamen aus einem Kriegsgebiet, sie mussten Kriege ertragen, die der Westen ständig zu verantworten hat. Erst flohen sie vor schrecklichen Kriegen, dann wurden sie in menschenverachtende Wohncontainer gepfercht, in denen es keine Privatsphäre gab oder gibt. So geht deutsche Gastfreundschaft.

Ihr menschlicher Traum war nur ein friedliches Zuhause. Mit enormer Kraftanstrengung und sehr viel Glück bekamen sie die kleine Bleibe in unserer "deutschen" Wohnanlage, sie hatten endlich ein Zuhause. Endlich waren sie angekommen. Dann wollten einige böse, ältere Bewohner in den Wohnanlagen ihre Seelen vergiften, denn das nette afghanische Ehepaar bekam die deutsche Ablehnung deutlich zu spüren.

Die Sätze des Mannes waren sehr hart, aber ehrlich. Es war eine tolle, kleine Familie. Wir hielten den sporadischen Kontakt und sprachen immer dann mit ihnen, wenn wir sie mal sahen. Wir sprachen ein paar Sätze, wenn wir uns trafen. Irgendwann erzählte das Ehepaar sehr leise vor der Haustüre, dass sie es hier nicht mehr aushalten, weil die Ablehnung in der Wohnsiedlung zu groß sei, sie können hier keine Freude entwickeln. Ich verstand das nette Ehepaar nur zu gut.

"Sie arbeiten jetzt glücklich auf einer Insel."

Dann kam für sie die Erlösung, denn sie bekamen ein tolles Angebot vom Jobcenter. Beide konnten auf einer Nordseeinsel in einem bekannten Gastrobetrieb arbeiten. Ich erklärte ihnen, dass ich dort viele Leute kenne, weil ich dort fast 1 Jahr gelebt habe. Den Gastrobetrieb kenne ich gut, ein toller Arbeitgeber. Das orientalische Ehepaar lebt heute glücklich auf der Insel und ist vollständig integriert. Dort haben sie kein Mobbing erfahren. "Sie werden dort wertgeschätzt."

"Der gesellschaftliche Klimawandel hat begonnen."

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